Passivhausschulen werden aktiv

Passivhausschulen werden aktiv

Zum Jahresbeginn startete das Projekt "Passivhausschulen werden aktiv" - Nutzerverhalten, Umweltbildung und Betrieb in Passivhausschulen.

Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig über den Fortgang des Projektes.

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Das Projekt wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Von 2015 bis 2017 führte das e&u energiebüro eine breit angelegte Studie zum Betrieb und zur Nutzerzufriedenheit in Energieeffizienzschulen durch. Im Zeitraum 2015 bis 2017 arbeiteten wir in drei Modellregionen daran - nördliches NRW, Niedersachsen und Berlin/ Brandenburg - zusammen mit unserern Kooperationspartnern Werk-statt-Schule und Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UfU).

Während Niedrigenergie- und Passivhausstandard im Wohnungsbau Stand der Technik sind, betreten Planer von Schulen noch Neuland. Abhängig von der Ausgangssituation und dem angestrebten Energiestandard variieren die Konzepte für Schulsanierungen und Neubauten. Immer streben die Planer einen hohen Dämmstandard und energiesparende automatisierte Technik an. Hohe Erwartungen an Funktionalität und Komfort im zukünftigen Gebäude begleiten die Baumaßnahmen. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn sich prognostizierte Einsparungen nicht einstellen oder sich Mängel nach Inbetriebnahme zeigen.

Hier setzt das Projekt "Passivhausschulen werden aktiv" an.

Durch messtechnische Analyse und Befragung der Nutzer und Gebäudebetreuer wurden Schwachstellen im Betrieb energieeffizienter Schulgebäude ermittelt werden. Hieraus weurden Maßnahmen zur Optimierung abgeleitet, welche in ausgewählten Gebäuden konkret umgesetzt wurden. Weiterhin zielte die Studie, in deren Verlauf 20 Schulen vertieft untersucht wurden, darauf ab, Vorgehensweisen, Maßnahmen und Best-Practice-Beispiele herauszuarbeiten, die einen optimalen Betrieb von Energieeffizienzschulen ermöglichen.

Die Ergebnisse wurden bundesweit in Workshops und in einer Fachtagung der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Parallel werden Unterrichtsmodule erstellt und erprobt, um Schüler/innen die Funktionsweise ihrer Schulgebäudes nahe zu bringen und für einen fachgerechten Umgang mit dem Gebäude zu sensibilisieren. Die umfangreiche Handreichung soll den Lehrkräften dabei helfen, das Gebäude nicht unsachgemäß zu nutzen und die Technik eines Passivhaus zu verstehen. Die Beschäftigung mit dem eigenen Gebäude soll bei allen Beteiligten zu einer höheren Akzeptanz und einem besseren Verständnis führen. Die Handreichung mit Arbeitsblättern finden Sie hier.

Über die Ergebnisse ist in der Zeitschrift "Gebäudeenergieberater" in der Ausgabe 11/2016 ein Fachartikel erschienen, den Sie hier einsehen können.

Darüberhinaus wurde ein Praxishandbuch erstellt. Hierin können anhand eines Suchregisters Probleme identifiziert und mögliche Lösungen gefunden werden. Das Praxishandbuch richtet sich an Planer, Gebäudebetreuer, Hausmeister und Nutzer und stellt für die geweiligen Anwender Lösungsmöglichkeiten vor. Das Praxishandbuch erhalten Sie  hier.

BMUB: www.klimaschutz.de

Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UfU): www.ufu.de

Werk-statt-Schule e.V.: www.werkstattschule.de